Karl-Willi-Demgen-Preis

Soziales Engagement belohnen.

Es gibt Menschen, die sich über viele Jahre ehrenamtlich für andere Menschen einsetzen, ohne je in den Vordergrund zu treten. Solche Helfer möchte US-2 e. V. mit dem Karl-Willi-Demgen-Preis für soziales Engagement und Zivilcourage ehren.

„So eine Belohnung hätte Karl-Willi für sein unermüdliches Engagement auch verdient. Aber wir können den Preis ja schließlich nicht jemandem aus den eigenen Reihen geben. Deswegen haben wir ihm den Preis gewidmet“, sagt Jutta Becker.

Der Karl-Willi-Demgen-Preis ist mit 1000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre von einer neutralen Jury verliehen.

  • 2013 Diesmal ging der Preis an Matthias Metzler und Tim Sieberg für ihre besondere Zivilcourage. Die beiden jungen Männer hatten in der Nacht vom Balkon aus beobachtet, wie eine junge Frau von zwei Männern bedrängt wurde. Für sie war es keine Frage, ob sie helfen sollen. Sie rannten sofort zum Tatgeschehen und griffen beherzt ein. Die Aggression der Angreifer, ein dritter kam noch dazu, richtete sich nun auf die Helfer. Matthias Metzler erlitt einen Nasenbeinbruch und musste stationär im Krankenhaus behandelt werden. Tim Sieberg konnte nach ambulanter Versorgung wieder nach Hause. Auch wenn sie nicht ganz glimpflich davongekommen sind, betonen beide aus voller Überzeugung, dass sie jederzeit wieder eingreifen würden.
  • 2011 In diesem Jahr erhalten Heidrun und Horst-Günther Tiemann den Preis, die dort anpacken, wo es ihnen nötig erscheint: In den 90iger Jahren nahmen sie Kinder aus Tschernobyl auf, halfen aktiv beim Aufbau eines neuen Dorfes mit, besorgten in Deutschland ausgemusterte Maschinen und brachten sie nach Weißrussland, wo sie jetzt für sieben Arbeitsplätze sorgen; in Schwerte gehört das Ehepaar zu den Mitbegründern der Börse und der Schwerter Tafel, ist im Arbeitskreis Asyl aktiv und unterstützt eine Asylbewerberin mit sechs Kindern. Schließlich betreut Horst-Günther Tiemann zusammen mit Burkhard Althöfer den Erfinderclub des Friedrich-Bährens-Gymnasiums.
  • 2009 Die ersten Preisträgerinnen sind die drei Initiatorinnen der „Kinder-Dienst-Tags-Omis“ Helga Müller, Inge Kramarz und Elfriede Heinze. Sie nehmen die Auszeichnung sowohl für ihre eigene Leistung als auch stellvertretend für alle Damen, die die Initiative tatkräftig unterstützen, entgegen.

    Seit 1994 betreuen die Omis, die auch gern so genannt werden, Woche für Woche im Haus der Diakonie Kleinkinder bis zu 3 Jahren, lesen ihnen vor und spielen mit ihnen. So tragen sie zur Förderung der Kinder bei und entlasten die Eltern.